Schönheitsoperation im Intimbereich

Fast jeder hat eine unliebsame Stelle am Körper, die als störend, im Extremfall gar als hässlich empfunden wird und die man am liebsten durch eine Schönheitsoperation beheben möchte. Aus der Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper resultieren oftmals Komplexe. Die betroffene Person fühlt sich nicht wohl und baut im Extremfall eine psychische Störung auf, die er oder sie dem eigenen Körper entgegen bringt.

Es gibt Menschen, die so sehr unter ihrer, oftmals nur empfundenen, körperlichen (Miss-)Gestaltung leiden, dass sie all ihre Hoffnungen auf eine Schönheitsoperation stützen. Hierbei ist zwischen Menschen zu unterscheiden, die in eine Schönheitsoperation investieren, weil sie einem Schönheitsideal also einem Trend nachlaufen, der von den Medien inszeniert wird. Und zwischen Menschen, die tatsächlich unter ihren körperlichen Makeln leiden und/oder eingeschränkt werden.

Eine Schönheitsoperation ist dann sinnvoll, wenn beispielsweise eine Vorhautverengung am männlichen Geschlechtsteil vorliegt. Der Betroffene ist so in seiner sexuellen Aktivität eingeschränkt, statt leidenschaftlichem Empfinden führt eine Vorhautverengung zu Schmerzen und verhindert eine optimale Intimpflege und Hygiene. Der Patient leidet unter dieser unnatürlichen Verwachsung. Durch eine Schönheitsoperation kann dieses Leiden behoben werden, so dass der Betroffene ebenfalls ein uneingeschränktes und normales Leben führen kann.

Weitere Beispiele für eine sinnvolle Schönheitsoperation betreffen den weiblichen Intimbereich. Im Fall eines Gebärmuttervorfalls erweist sich die Schönheitsoperation als notwendig. In manchen Fällen ist auch eine Schönheitsoperation in Form einer Verkleinerung der Schamlippen notwendig und sinnvoll. Bei einigen Frauen sind die inneren Schamlippen stark vergrößert, so dass sie durch diese beim Sitzen oder Radfahren behindert werden. Auch das ästhetische Erscheinungsbild wird von den betroffenen Frauen als hässlich empfunden. Dies wirkt sich auf das Selbstempfinden und die Psyche der Frauen aus. Sie entwickeln nicht nur eine starke Abneigung ihrem Körper gegenüber, sondern auch Komplexe, die sich auch auf den Partner auswirken können. Frauen, die sich selbst für unattraktiv erachten, vermeiden automatisch den sexuellen Kontakt mit dem Partner. Die Unzufriedenheit mit dem Körper wirkt sich somit auf die Beziehung aus.

In solchen Fällen kann eine Schönheitsoperation die negative Einstellung zum eigenen Körper revidieren und ein neues Wohlbefinden erzeugen. Doch jeder und jede, der und die in Betracht ziehen beispielsweise ihren Intimbereich innerhalb einer Schönheitsoperation zu verschönern, sollte vorab mit sich selbst abklären, ob das wirklich notwendig ist. Man muss sich bewusst machen, dass dieser Eingriff nicht nur angenehme Folgen haben kann. Mögliche Nebenwirkungen einer Schönheitsoperation im Intimbereich können den Verlust des Hautempfindens bedeuten. Narbenschmerzen oder eine Harnflussbeeinträchtigung zählen ebenfalls zu den möglichen Folgen einer Schönheitsoperation. Ein derartiges Risiko besteht vor allem, wenn die Schönheitsoperation nicht von einem erfahrenen Arzt durchgeführt wird. Schönheit liegt im Auge des Betrachters und sollte nicht einem Trend folgen. Eine Schönheitsoperation ist dann sinnvoll, wenn der Betroffene physisch oder psychisch unter seinem Körper leidet.

Vor einer Operation sollte man sich in einem Beratungsgespräch von einem Facharzt informieren lassen. Bei dieser Gelegenheit können sowohl das eigene Empfinden, als auch die Erwartungen sowie eventuell vorhandene Fragen angesprochen werden.

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