Tipps zum Styling der Haare

Die meisten Menschen haben ein sehr ambivalentes Verhältnis zu ihrem Haar. Auf dem Kopf spielt das Haar eine wichtige Rolle für unser äußeres Erscheinungsbild. Die Frisur ist mitunter das wichtigste Merkmal einer Person, sie sorgt für einen gewissen Eindruck und hat die Macht, das ganze Gesicht zu verändern.

Ein Kurzhaarschnitt wird oft assoziiert mit einem taffen Charakter oder einer gewissen Strenge. Lange, wehende Haare stehen für Romatik, für ein sinnliches Wesen und für Weiblichkeit. Genauso könnte auch ein kecker Bob einen frechen Eindruck hinterlassen.

Unser Haar auf dem Kopf ist uns unheimlich wichtig. Von Frauen und auch Männern wird es gehegt und gepflegt, bekommt regelmäßig Haarkuren, wird vom Friseur in Stand gehalten und soll möglichst gesund, voluminös und strahlend sein. Man sagt auch, die Haare zeigen nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Gesundheit des Menschen an. Sind sie schön anzusehen und wirken gesund, geht es meist auch dem Menschen gut. Sind sie aber schlaff, glanzlos und ungepflegt, steht das oft für Krankheiten oder psychische Probleme. Hat man gute Laune und fühlt sich lebensfroh, ist meist auch mehr Elan da, sich um das Äußere zu kümmern. Und besonders gut ist das an der Frisur zu erkennen.

Andererseits hat sich seit Anfang der 90er Jahre der Trend angeschlichen, dass bis auf das Haupthaar kein einziges Härchen mehr am Körper sein darf. Das betrifft vor allem den Intimbereich und die Beine, wobei Letzteres eher eine Mode bei den Frauen ist. Durch die Rasur des Intimbereichs haben viele Menschen ein hygienischeres Empfinden. Das ist jedoch zu heutigen Zeiten und vor allem in den westlichen Ländern eigentlich Unsinn, da generell ein hoher hygienischer Standart herrscht.

Die Haare im Intim-Bereich sind übrigens unter anderem ursprünglich dafür da gewesen, um Duftstoffe zu speichern und so das jeweils andere Geschlecht anzulocken. Durch die Duftstoffe werden bei Männern und Frauen bestimmte Hormone aktiviert, die den Sexualtrieb beeinflussen. Zusätzlich erfüllt die Behaarung weitere wichtige Funktionen. Unsere Haare schützen uns zum Beispiel in der Bikinizone vor Verletzungen, sie temperieren unsere Haut und vergrößern an bestimmten Zonen, an denen es viele Schweißdrüsen gibt (wie zum Beispiel den Achseln), die Oberfläche. So kann der Schweiß leichter nach außen befördert werden.

In einigen religiösen Gemeinden ist das Enthaaren des Körpers Tradition. Heute hat sich jedoch fast überall durchgesetzt, dass zu viele Haare, vor allem wenn sie sichtbar sind, unästhetisch sind. Eine Frau, die sich nicht die Achselhaare rasiert, wird heute sicherlich im Schwimmbad schief angeschaut. Ganz neu ist das alledings nicht: In vielen Kulturkreisen wurde schon seit Jahrtausenden regemäßig auf Körperbehaarung verzichtet, in einigen Zeitepochen mehr, in anderen weniger. So ist unser ambivalentes Verhältnis zu unserem Haar also wahrscheinlich auf unsere Vorfahren zurückzuführen. Der gesellschaftliche Standart ist momentan auf haarlose Haut angelegt, nicht unwahrscheinlich ist jedoch, dass sich dies in den nächsten Jahrzehnten sogar wieder ändern könnte.

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